Vom Werden und Wirken der Kolpingsfamilie Olfen

Am 25. Januar 1925

wurde der Kath. Gesellenverein in Olfen gegründet. Meister und Gesellen, die durch ihre Wanderschaft Kolping und sein Werk kennen gelernt hatten, gaben den Anstoß, die Idee Adolph Kolpings auch in Olfen in die Tat umzusetzen. Nach mehreren Vorbesprechungen fand die Gründungsversammlung im späteren Vereinslokal Schulte-Merten statt. Bereits ein Jahr später zählte der Kath. Gesellenverein 90 Mitglieder.

Im Jahre 1926

wurde die Kolpingfahne angeschafft, die in einem feierlichen Akt eingeweiht wurde.

Diese Fahne wird noch heute zu besonderen Anlässen getragen.

1929
Unter Präses Kaplan Clemens Hörster und Senior Clemens Gießler wurden die ersten Bildungsveranstaltungen ins Leben gerufen. Dank tatkräftiger Unterstützung von Mitgliedern des Gesellenvereins wurde das Leohaus eingeweiht. Die monatlichen Veranstaltungen wurden gut besucht.


1935
Der Olfener Gesellenverein wurde verboten. Bei einem „Einbruch“ in die St. Vitus Kirche wurde die Kolpingfahne von Mitgliedern des Gesellenvereins sichergestellt und bis Kriegsende in einer Truhe auf dem Getreidespeicher des Bauern Mehring versteckt.

 

1945
Nach dem Krieg begann unter den Präsides Heinrich Schmallenbach, Wilhelm Benning und Norbert Körber wieder die Vereinsarbeit im Kath. Gesellenverein. Jeden Montag war im Vereinslokal Versammlung, bei der die Bildung, das religiöse und gesellige Leben innerhalb des Gesellenvereins eine große Rolle spielten.


1947
Der erste Kolpingprinz mit Alois Beyer wurde gekürt. Dem jeweiligen Prinzen stand ein Elferrat zur Seite. Der Kolpingkarneval mit Prinz und Elferrat wurde bis 1963 gefeiert.

1950
Der Kolping-Spielmannszug gründete sich unter der Leitung von Bernhard Hagen. Bis heute ist der Spielmannszug, der sich inzwischen „Spielmannszug Olfen“ nennt und ein eigenständiger Verein ist, aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Im Laufe der Jahre bildeten sich weitere Gruppen, unter anderem
eine Fußballabteilung, Vorgänger des heutigen SuS;
eine Schießgruppe, Vorgänger der heutigen Hubertusschützen;
eine Theatergruppe, die etliche Jahre erfolgreich ihre Stücke aufführte.
Erwähnenswert ist auch das Fastenessen, das seit vielen Jahren am zweiten Fastensonntag von der Kolpingsfamilie vorbereitet wird, ebenso der Kreuzweg an Karfreitag, der um 7 Uhr in zwei Gruppen gegangen wird.

1964
Ab diesem Jahr ließen die Aktivitäten spürbar nach. Die Gründung der CAJ in Olfen ab 1959 nahm dem Kolping den Nachwuchs. Zu dieser Zeit wurden zahlreiche Kolpingmitglieder in Köln abgemeldet, blieben aber fördernde Mitglieder der Olfener Kolpingsfamilie.

Altsenior Hermann Junk ist es zu verdanken, dass sich die Kolpingsfamilie Olfen nicht auflöste. Von 1946 bis zu seinem Tod am 16. Februar 1982 war er einer der treuesten Söhne der Kolpingsfamilie. Als Altsenior (heute Vorsitzender) hat er in der schweren Zeit des lustlosen Vereinslebens von 1964 bis 1974 immer wieder versucht, die Idee Adolph Kolpings in Olfen zu erhalten. Bis zu seinem Tode gehörte seine ganze Liebe und Sorge der Kolpingsfamilie.
 

1974

Mit der Ernennung von Kaplan Oskar Müller zum Pastor an St. Vitus Olfen wurde durch ihn die Vereinsarbeit der Kolpingsfamilie Olfen wieder aktiviert. Entscheidende Motoren waren neben Pastor Müller, August Buckmann und Josef Hagen. Ihren Aktivitäten ist es zu verdanken, dass sich eine Jungkolpinggruppe „Junge Erwachsene“ gründete. Zum 50jährigen Bestehen der Olfener Kolpingsfamilie waren die noch lebenden Gründer des Kath. Gesellenvereins eingeladen. Der Kolpingkarneval wurde wieder aufgenommen, in anderer Form ohne Prinz und Elferrat, zunächst im Saale Schulte-Merten, später im Leohaus.


1975
Durch die Gruppe Junge Erwachsene wurde die Altkleidersammlung eingeführt, die auch heute noch für soziale Projekte von der Kolpingsfamilie an jedem ersten Februar-Wochenende stattfindet.

1978
Bis 1977 war KOLPING in Olfen eine reine Männerdomäne. Frauen durften jedoch bereits zu Versammlungen mitgenommen werden. Im Rahmen des Josef-Schutzfestes wurden 1978 die ersten Frauen (aus der Gruppe Junge Erwachsene) in den Kolping aufgenommen, woraufhin sich der KOLPING auch KOLPING-FAMILIE nennen konnte.

1979
Unter der Regie von Josef Hagen wurden die Frühschoppenkonzerte eingeführt. Der Reinerlös floss in Kolpingprojekte nach Brasilien. Diese Konzerte wurden zu Orten der Begegnung zwischen den Vereinen und gesellschaftlichen Gruppen.

1980
Nachdem sich die Gruppe Junge Erwachsene Anfang der 80er Jahre bedingt durch Heirat und Wegzüge auflöste, entschloss sich der Vorstand unter Josef Hagen, den Versuch zu starten, eine Kolpingjugend zu gründen. Werner Dirkmann wurde beauftragt, junge Menschen für die Arbeit in der Kolpingjugend zu gewinnen.


1981
Mit der Wahl von Josef Hagen zum Vorsitzenden wurde die Arbeit der Kolpingsfamilie weiter belebt. In seiner gewinnenden, aber auch sehr bestimmten Art setzte er neue Zeichen.


1982
Mit 23 Jugendlichen wurde die Kolpingjugend Olfen gegründet die beim Kolpinggedenktag aufgenommen wurde. Zum Leiterteam gehörten Willy Rusche, Dorothee Tumbrink und Thomas Prott.

1986
Auf dem Kolpinggedenktag hielt Werner Dirkmann einen Vortrag über die zukünftige Entwicklung der Olfener Kolpingsfamilie. Er führte aus, dass die Kolpingjugend sich sehr gut entwickelt hätte, aber die Altersgruppe zwischen 25 und 45 Jahren gänzlich fehlen würde. Eine Entwicklung, die ihre Ursachen in der inaktiven Zeit von 1964 bis 1974 hätte. Aus diesem Grund machte er den Vorschlag, Familien mit Kinder anzusprechen, um einen Kolpingsfamilienkreis zu gründen. Gleichzeitig empfahl er den Senioren, selbst in einer Gruppe aktiv zu werden.

1987
Die Senioren schlossen sich zu einer eigenständigen Kolping-Seniorengruppe zusammen. Vitus Krursel und Ludwig Bünder übernahmen zu Anfang die Regie in dieser Gruppe. Im gleichen Jahr gründete sich der Familienkreis mit Werner Dirkmann als Sprecher.

1993
Der Kolpingkarneval wurde durch einen Generalversammlungsbeschluss 1992 zugunsten des Pfarrkarnevals aufgegeben. Dieser fand erstmalig 1993 in der Stadthalle statt.

1994
Ab diesem Jahr wurde die vielfältige Arbeit des Familienkreises unter verschiedener Besetzung (Sprecherteam) fortgeführt, da Werner Dirkmann vorübergehend aus zeitlichen Gründen nicht zur Verfügung stand.

1998
Der Arbeitskreis „Arbeit“ der Kolpingsfamilie wurde im Frühjahr diesen Jahres ins Leben gerufen und eine Arbeitsplatz- und Lehrstellenbörse eingerichtet, durch die erfolgreich zusätzliche Lehrstellen und Arbeitsplätze vermittelt werden konnten.

 

Mit den jeweiligen Vorsitzenden Karl-Josef Breuer, Theo Kopp und Ludger Reddemann wurde die Arbeit der Kolpingsfamilie kontinuierlich weitergeführt.
 

2000

                 

              Als erste Frau wurde Monika Seiler

              als Vorsitzende an die Spitze

              der Kolpingsfamilie gewählt.

              Sie war immer bestrebt,

              jeden Einzelnen mit ins „Kolpingboot“ 

              zu nehmen und vertrat die Kolpingsfamilie

              auf sehr engagierte Weise.

 

 

 

 

2009
Der „Familienkreis der Kolpingsfamilie“ wurde schweren Herzens aufgelöst, weil keine jungen Familien nachrückten. Leider konnten, trotz zahlreicher Aktionen wie der Olfener Spielplatztest oder Kinderaktionstage keine neuen jungen Familien aktiviert werden.

Seitdem laufen alle Aktivitäten unter dem Namen „Kolpingsfamilie Olfen“.
Neuer Vorsitzender der Kolpingsfamilie wurde Paul Sinder.
Neuer Präses der Kolpingsfamilie Pfarrer Heio Weishaupt.


Unser Traum wäre es,
wenn sich eine neue Jugendgruppe
und eine neue Gruppe mit jungen Familien gründen würden.
Wir möchten ein lebendiger Verein bleiben,
dessen Arbeit immer wieder bereichert wird
durch neue Ideengeber,
ganz gleich welchen Alters.
Deshalb ist auch jedes Nicht-Mitglied herzlich willkommen,
an unseren Veranstaltungen teilzunehmen
und mit neuen Impulsen das Vereinsleben zu bereichern.

 

2011

Auf der Generalversammlung am 06. Februar 2011 stand Pfarrer Weishaupt als Präses

nicht mehr zur Verfügung, da er nach Haltern versetzt wurde.

Als neue "Geistliche Begleiterin" wurde Monika Seiler

einstimmig von den Mitgliedern gewählt.

 

2013

Im Jubiläumsjahr "200 Jahre Adolph Kolping" veranstaltete die Kolpingsfamilie einen Kolping-Aktions-Tag mit dem Kölner Kampagnenmobil. Diesen erfolgreichen Tag, der vom Förderverein der Wieschhofgrundschule unterstützt wurde, nutzte Werner Dirkmann, um seine selbst entworfenen Flyer an junge Familien zu verteilen.

 

Junge Familien und Kolping

wir laden ein

 

Für junge Familien

  • gemeinsame Spiele mit Kindern

  • Klönen

  • Kurzurlaube

  • Feiern für Eltern

  •  für Kinder

  • Beratungsgespräche

  •  und Vorträge

  • einfach miteinander etwas machen

 

 

Erstes Treffen am 3. November 2013

ab 15 Uhr im Haus Katharina

bei Kaffee und Kuchen,

Spiele, Krabbelkiste.

Babysitter stehen zur Verfügung,

auch ein Ruheraum ist vorhanden.

 

Wir laden herzlich ein und freuen uns auf euch

 

Gemeinsam

mit uns

für uns

für andere

Zur Freude aller Kolpingmitglieder wurde dieses Engagement belohnt. Am 03.11.2013 trafen sich zwölf Familien im Haus Katharina. Bei diesem ersten Treffen wurden erste Ideen gesammelt.  Viele weitere Treffen folgten. So entstand ein neuer Familienkreis, dem Claudia Sander (geb. Auer) als Sprecherin vorsteht.

 

2015

Auf der Generalversammlung am 24. Juni 2015 wurde im Haus Katharina die neue, geänderte Satzung beschlossen, mit der die Möglichkeit besteht, statt eines Vorsitzenden ein Leitungsteam zu wählen. Da der bisherige Vorsitzende Paul Sinder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu Wahl stand, wurden Monika Seiler, Werner Dirkmann und Artur Dworaczyk als neues Leitungsteam gewählt.

 

2018

Auf der Generalversammlung am 18. März 2018 erklärte Monika Seiler, das sie aus beruflichen Gründen als Teammitglied nicht mehr zur Verfügung steht, aber weiterhin für die Kolpingsfamilie den Kontakt zur kirchlichen Gemeinde pflegt. Als neues Leitungsteam wurden einstimmig Jörg Sander (Teamsprecher), Artur Dworaczyk und Bernhard Rauschning (Kassierer) gewählt.